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Omega-3-Fettsäuren könnten zur Vorbeugung der Parodontitis geeignet sein

Die Parodontitis ist eine häufig vorkommende chronische Entzündung.

Bei der Parodontitis ist der gesamte Zahnhalteapparat entzündet (Kieferknochen, Zahnfleisch, Zahnhals, Wurzelzement und Wurzelhaut). Die Erkrankung beginnt häufig mit einer Zahnfleischentzündung und führt unbehandelt fast immer zu einem Verlust der Zähne.
Obwohl mehrfach ungesättigte Fettsäuren entzündungshemmend wirksam sind, ist unklar, ob sie zur Vorbeugung oder Behandlung der Parodontitis geeignet sind.
Wissenschaftler untersuchten in einer Studie, ob die Aufnahme ungesättigter Fettsäuren einen Einfluss auf das Auftreten einer Parodontitis hat.
Sie analysierten die Daten von 9.182 Erwachsenen, die an einer breit angelegten Studie zwischen 1999 und 2004 teilgenommen hatten.
Als Parodontitis definierten die Wissenschaftler eine Zahntaschentiefe über 4 mm und ein Zahnfleischrückgang über 3 mm. Das Auftreten einer Parodontitis wurde mit der Zufuhr von Docosahexaensäure (DHA), Eicosapentaensäure (EPA) und Linolensäure verglichen.

Ergebnisse
Insgesamt zeigte sich bei 8,2 % der Studienteilnehmer eine Parodontitis.
Bei Teilnehmern mit dem höchsten Verzehr an Docosahexaensäure war das Parodontitis-Risiko um 22 % verringert.
Für Eicosapentaensäure zeigte sich eine Verringerung des Parodontitis-Risikos um 15 % und für Linolensäure um 14 %.

Zusammenfassung
Eine höhere Aufnahme an Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl (z.B. durch Nahrungsergänzungsmittel), insbesondere Docosahexaensäure, kann einer Parodontitis vorbeugen. Die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren ist im Vergleich zu einer Antibiotika-Therapie eine kostengünstigere und sicherere Alternative, einer Parodontitis vorzubeugen.

Hinweise zum Versorgungszustand von Omega-3-Fettsäuren
Die Versorgungssituation von Erwachsenen mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren (Summe aus EPA und DHA) unterscheidet sich nach Alter und Geschlecht. Frauen weisen je nach Altersklasse mittlere Zufuhrwerte von 105 mg bis 240 mg auf. Männer erreichen mittlere Zufuhrwerte von 110 mg bis 450 mg. Bei beiden Geschlechtern ist die Versorgung in jungen Jahren am schlechtesten und wird mit zunehmendem Alter besser.